Positive Change Management – Das Fundament für Ihren Change

Wissen Sie was mich an den meisten Artikeln zu Change Management stört? Sie beginnen da, wo der echte Change schon passiert ist. Sie beginnen da, wo wir nur noch über das „Wie“ reden. Aber was verändern wir eigentlich? Und vor allem Warum?

Authentische Veränderung – Keine Veränderung ohne Selbstkenntnis

Unternehmen, die einen erfolgreichen Change Prozess durchführen wollen, müssen vorab zwei Fragen beantworten: Wo stehen wir? Und wofür stehen wir überhaupt? Lassen Sie uns zuerst auf die zweite Frage blicken. Jeder Mensch und jedes Unternehmen besitzt eine eigene, einzigartige Geschichte. Einzelne Bestandteile finden wir auch bei anderen, aber in der Kombination nur bei uns selbst. In Firmen finden wir diese Einzigartigkeit meist in Mission Statements, oder, wenn sie gut gemacht sind, in aktuellen Werbeslogans. Think Different (Apple), Connecting People (Nokia) oder “Bio aus Liebe” (Rapunzel) sind nur einige Beispiele. Wenn Sie wissen, wofür Sie als Unternehmen stehen, werden Sie nie ein (Change) Projekt angehen, das nicht ihrer Marke entspricht.

Authentische Veränderung ist kundenorientierte Veränderung

Ein weiterer Vorteil: Wenn sie als Unternehmen authentisch handeln, handeln sie automatisch kundenorientiert. Denn, ob bewusst oder unbewusst, Kunden kennen ihre Marke. Sie erwarten keine gänzlich neuartigen Dinge von ihnen, sondern nur die neue Umsetzung ihrer Mission. Authentischer Change verbiegt Sie nicht, er lässt Sie wachsen.

Wozu agil? – Die Form folgt der Funktion

Das aktuellste Beispiel für kopflosen Change ist die Umstellung aller möglichen Prozesse hinzu mehr Agilität. Dabei vergessen viele: Agilität kann und darf nie Selbstzweck sein. Verstehen Sie mich nicht falsch: Agilität bietet großes Innovations- und Verbesserungspotential. Sie macht Unternehmen in vielerlei Hinsicht flexibler, Projekte können laufend evaluiert und angepasst werden, kleinste Erfolge sind bereits startklar für den Markteintritt. Agilität bedeutet aber auch immer: Mehr Reibung und mehr Potential für Konflikte. Agilität bedeutet mehr Aufwand. Die Frage ist: Für welche Arbeitsprozesse und Produkte überwiegen bei Ihnen die positiven Effekte? Wenn Sie sich diese Frage nicht stellen, lohnt sich Agilität eben nur zufällig. Im besten Fall.

Alles wird anders bleiben – Keine Veränderung ohne Grund

Lassen Sie uns nun auf die zweite Frage blicken: Wo stehen wir? Veränderung ist nämlich nicht nur vorwärtsgewandt (Veränderung zu etwas hin) sondern auch immer gegenwärtig (Veränderung von etwas weg). Was ist ihr Ausgangspunkt?

Um diesen zu bestimmen, wechseln wir vom Change Management zum deutschen Begriff der Organisationsentwicklung. Denn hier gilt: Organisationsentwicklung dient der Erreichung eines Soll-Zustands (vorwärtsgewandt) unter der Berücksichtigung des Ist-Zustands (gegenwärtig). Eine Organisationsentwicklung kann nur dann willentlich erfolgreich sein, wenn eine gute Organisationsdiagnose vorangegangen ist.

Das Regelkreismodell der Organisationsentwicklung verdeutlicht dies:

Mithilfe einer zielgerichteten Organisationsdiagnose beantworten sie die zweite Frage: „Wo stehen Sie?“. Sie erhalten eine Grundlage, auf der Sie die richtigen Ziele und Strategien für Ihren authentischen Change Prozess definieren können.

Von innen nach außen

Lust auf Veränderung? Dann schauen Sie zuerst nach innen. Definieren Sie genau wofür und wo sie stehen. Setzen Sie erst dann Ziele und formulieren Sie eine Strategie. Und vergessen Sie nie: Das Fundament für Ihren Change Prozess sind Sie.

 

Picture Credit: Peter Doran

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